Kategorie: von SISTERS


Unser Auftritt beim Bayerischen Rundfunk – warum wir laut bleiben – Sisters Nürnberg

Vor Kurzem hatten wir die Möglichkeit, als Nürnberger Ortsgruppe von SISTERS e.V. im Bayerischen Rundfunk mitzuwirken – sowohl im Fernsehen als auch im Radio. Der Beitrag trägt den Titel: „Sex gegen Geld – Prostitution normalisieren oder abschaffen?“ und beleuchtet die völlig gegensätzlichen Ansätze zweier Organisationen: Kassandra e.V., die Sexarbeit als reguläres Arbeitsverhältnis etablieren möchte – und uns, SISTERS e.V., die sich für ein Ende der Prostitution und den Schutz der betroffenen Frauen stark machen.
Dass wir an diesem Beitrag teilnehmen konnten, hat uns sehr gefreut. Denn es ist selten, dass Frauen mit Ausstiegserfahrung und kritischer Haltung in einem so großen öffentlich-rechtlichen Format wirklich zu Wort kommen –
ernst genommen, nicht übergangen, nicht diffamiert werden. Wir durften sprechen, wir wurden gehört.

Am Ende der Treppe: Ungehaltene Rede von SISTERS Mitglied im Fischer Verlag veröffentlicht

„Ich laufe durch das Rotlichtviertel der Stadt, sehe Leuchtreklamen und Schilder mit roten Herzen und nackten Frauen auf Stöckelschuhen. „Ladies“, „Girls“, „24 hours open“ prangt mir grell blinkend entgegen. Am Eingang eines der Häuser hängt rechts neben der Tür ein Plakat. Es zeigt einen Mann, der mit Schuhen und heruntergelassenen Hosen die nackten Brüste einer Frau besteigt, die linke Hand im Schritt, in der rechten Hand hält er etwas, das aussieht wie ein Speer. Über dem Plakat steht „Viva la Prostitución“, darunter hängt ein Schild „Zutritt für Frauen verboten“. Deutlicher kann man wohl nicht zum Ausdruck bringen, wer hier das Sagen hat und wer nicht.“

Offener Onlinekurs: Prostitution – eine Arbeit wie jede andere?

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg hat einen offenen Onlinekurs mit dem Titel „Prostitution: eine Arbeit wie jede andere?“ für die politische Bildung an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, der sich an Lehrerinnen, Sozialarbeiterinnen und Interessierte wendet, entwickelt. Unsere erste Vorsitzende, Sabine Constabel, führt mit kurzen Statements in die einzelnen Module ein.

Zum Kurs

Ist es antisemitisch, die Interessengemeinschaft von Zuhältern als „Lobby“ zu bezeichnen? – Aufruf zu Unterstützung in Rechtsstreit

Unserem Verein wird vorgeworfen „strukturell antisemitisch“ zu argumentieren. Dies können und wollen wir so nicht stehen lassen.

Wir brauchen Ihre Unterstützung: Gofundme

Hier die ganze Geschichte:

Wer wir sind

SISTERS e.V. ist ein rein ehrenamtlich arbeitender Verein, der seit 2015 Frauen hilft, aus der Prostitution auszusteigen. Mit aktuell rund 670 Mitgliedern und in 13 deutschen Städten aktiven Ortsgruppen klären wir bundesweit über das System Prostitution auf und helfen Frauen aus der Prostitution auszusteigen. Dazu betreiben wir seit 2018 eine Ausstiegswohnung in Stuttgart, aber auch in anderen Gegenden können Frauen sofort, wenn sie sich an uns wenden, aus der Prostitution aussteigen. Wir helfen ihnen beim Lebensunterhalt und unterstützen den Einstieg in ein Leben jenseits der Prostitution. Diese Ausstiegshilfe ist wertvoll, aber nur ein kleines Pflaster auf der großen Wunde der vielen ausgebeuteten Frauen. Daher machen wir uns für eine Gesetzesänderung stark, die die Nachfrage und Ausbeutung eindämmt: wir unterstützen die Forderung nach dem Nordischen Modell in Deutschland.

Auf der Seite der Frauen: Der schwedische Kommissar Simon Häggström in Frankfurt

Auf der Seite der Frauen: Der schwedische Kommissar Simon Häggström diskutiert mit deutscher Sozialarbeiterin und Kommissarin das Nordische Modell

Simon Häggström ist Leiter der Einheit für Menschenhandel und Prostitution bei der Stockholmer Polizeibehörde. Er ist aber nicht nur Kriminalkommissar sondern auch Autor. In seinem kürzlich auf Deutsch veröffentlichen Buch „Auf der Seite der Frauen“ berichtet Simon Häggström darüber, wie die Arbeit eines Polizisten unter dem Nordischen Modell aussieht.

Repressionen durch Cancel Culture-Realität der politischen Antisexkaufarbeit

FRAUENRECHTE SIND UNIVERSELL! – Redebeitrag der SISTERS Ortsgruppe Leipzig auf der Kundgebung der Gruppe Artemis in Halle
Jedes Jahr treffen sich in Halle einige Feministinnen zur 08. März Kundgebung der Gruppe Artemis in Halle am Leipziger Turm. Auch die Ortsgruppe Leipzig war in diesem Jahr wieder mit dabei.

Benefizkino Innerwheel Göppingen zu Gunsten von SISTERS e.V.

Am 07.11.2024 hatte Inner Wheel Göppingen ein Benefizkino zu Gunsten von SISTERS e.V. veranstaltet. Der Inner Wheel Hilfe e.V. Göppingen hat nun unserer Finanzvorständin Karen Ehlers einen Scheck über 3.300,-€ überreicht. Wir sind überwältig von dieser großzügigen Spende und sagen DANKE!

Inner Wheel Göppingen 

Kommentar der Ortsgruppe Köln zur Anhörung zum Sexkaufverbot im Bundestag

Die Ortsgruppe Köln von SISTERS e.V. ist wieder da! Neue Mitglieder haben sich gefunden, um die Ortsgruppe wiederzubeleben. Zum Start haben sie sich mit der Anhörung zum Sexkaufverbot im Bundestag beschäftigt. Lesen Sie selbst:

Sehr geehrte interessierte Leserinnen und Leser,
im Rahmen der Bundestagsdebatte vom 20. Februar 2024 sowie der Anhörung der Sachverständigen vom 23.09.2024 wurde die Einführung eines Sexkaufverbots von allen Seiten beleuchtet. Dabei hat sich ein zweifelsfreies Bild ergeben: Die Einführung des Nordischen Modells ist der einzig moralisch und rechtlich vertretbare Weg, um der systematischen Gewalt und Ausbeutung der Frauen in der Prostitution Einhalt zu gebieten.

Es ist wieder passiert: Ortsgruppe Leipzig wurde gecancelt

Zum wiederholten Male wird eine Ortsgruppe von SISTERS – für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V. gecancelt. Und es trifft auch wieder Leipzig. Ein Mob vermummter Personen stürmt einen Hörsaal und verunmöglicht eine Filmvorführung und Diskussion.

Anbei die Stellungnahme unserer Ortsgruppe:

Statement zum 05.11.2024 – Über Autorität und Frauenhass

„Ich war Prostituierte“ – Dokumentation aus der Reihe 37 Grad Leben – ZDF

In einer sehr berührenden Dokumentation aus der Reihe 37 Grad Leben vom ZDF berichtet unsere Dortmunder Ortsgruppenleiterin Vivien, wie sie in die Prostitution gerutscht ist, wie es ihr dort ergangen ist und wie sie den Ausstieg geschafft hat. In der Erzählung wechselt sich mit einer weiteren Frau ab, die ein Menschenhandelsopfer ist. Durch den Wechsel dieser beiden Perspektiven wird aufgezeigt, dass es egal ist, wie man in dieses ausbeuterische System gerät: Man wird ausgebeutet und nimmt Schaden an Körper und Psyche. Es ist schön zu sehen, wie beide ihren Weg in ein neues Leben gehen.

Ich war Prostituierte – ZDFmediathek