Kategorie: von SISTERS


„Prostitution und Marginalisierung“ – von Marie Kaltenbach

Wie die Pro-Prostitutionslobby die Marginalisierten für sich entdeckt und für ihre Ziele benutzt – ein Artikel von SISTERS-Mitfrau Marie Kaltenbach

 Anfang September 2021 wird in Stuttgart eine Konferenz des Bundesverbandes für erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD) in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe Stuttgart unter dem Motto ‚Aufklären statt Ausgrenzen‘ stattfinden. Neben den üblichen Klagen über die Stigmatisierung und den falschen Behauptungen über die Unwirksamkeit des Nordischen Modells, wird es bei der Konferenz auch um marginalisierte Personen in der ‚Sexarbeit‘ gehen.

„Alle Strafanzeigen der Bordellbetreiber gegen Breymaier eingestellt“

Am 6. Januar diesen Jahres informierte die „Interessengemeinschaft Zukunft Rotlicht“ in einer Pressekonferenz darüber, dass fünfzig Bordellbetreiber Strafanträge gegen die  Bundestagsabgeordnete und Vorstandsmitglied von Sisters – Ausstieg aus der Prostitution e.V., Leni Breymaier, wegen übler Nachrede/Verleumdung gestellt haben. Dies führte lokal aber auch bundesweit zu Berichterstattungen.

Über den Ausgang dieser Strafanträge informierten Frau Breymaier, ihr Rechtsanwalt Jens Rabe und vom Sisters-Vorstand Sabine Constabel und Karen Ehlers, am Donnerstag, 22. Juli 2021, im Wahlkreisbüro von Leni Breymaier in Aalen.

Bündnis Nordisches Modell reicht Schattenbericht zur Istanbul Konvention ein

Das Bündnis Nordisches Modell hat am 09.07.2021 seinen Schattenbericht zur Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der sog. Istanbul-Konvention, bei GREVIO, dem Monitoring-Instrument des Europarates, eingereicht. Das Bündnis zeigt darin den Zusammenhang zwischen Gewalt an Frauen und Prostitution auf.

„Frauen stehen Frauen bei“ – Beginenpreis Tübingen an Marie Kaltenbach

Marie Kaltenbach, Sisters-Mitglied und Leiterin der Ortsgruppe Tübingen, hat den Beginenpreis 2021 der Beginenstiftung Tübingen erhalten. Das Schwäbische Tagblatt schreibt: „Die Prostitution von Frauen ist immer noch ein stigmatisiertes Thema. Gerne wird da gesellschaftlich und auch politisch weggeschaut. Es gibt aber auch Menschen, die sich entgegen der kollektiven Blind- und Taubheit ganz bewusst mit der Prostitution auseinandersetzen, auf die Opfer der Sexbranche zugehen. So wie Marie Kaltenbach.“

Politik für Frauen in der Prostitution muss immer die Nachfrageseite im Blick haben

Leni Breymaier, 2. Vorsitzende SISTERS e.V. am 25. Juni 2021: „Der Bundestag beschloss heute in den frühen Morgenstunden, der Bundesrat auch gleich heute, eine wichtige Ergänzung des Strafgesetzbuchs. Wenn Freier künftig auch leichtfertig die persönliche oder wirtschaftliche Zwangslage der Prostituierten oder deren Hilflosigleit verkennt, kann er zu einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren verurteilt werden.

Gender, Class, Race – Prostitution als Ausdruck sozialer Ungleichheit

Im Rahmen der Menschenrechtswoche 2021 in Tübingen führt die Ortsgruppe Tübingen/Reutlingen von SISTERS e.V. am 8. Juni um 19 Uhr die ZOOM-Veranstaltung „Gender, Class, Race – Prostitution als Ausdruck sozialer Ungleichheit“ durch: Prostitution ist in Deutschland legal, aber damit noch lange nicht gerecht. Der Weg von Frauen in die Prostitution wird meist bedingt durch Armut, strukturelle Diskriminierung oder durch andere Notsituationen.

Studienübersicht zu den Effekten des Nordischen Modells

Aufgrund aktueller Diskussionen zu Vor- und Nachteilen des Nordischen Modells hat Antje Langethal, Mitglied von SISTERS e.V. und Sprecherin der Arbeitsgruppe Frauenhandel und Prostitution bei Terre des femmesStudien untersucht und im beiliegenden Papier zusammengetragen.

Sie finden das Papier hier.

Richtigstellung zu Falschbehauptungen von Bordellbetreibern

Richtigstellung:

In mehreren Medien wurde im Rahmen der Berichterstattung zur Pressekonferenz bzgl. der Strafanzeigen durch diverse Bordellbetreiber gegen die Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier behauptet, der Verein SISTERS – für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V. habe von der Stadt Stuttgart 50.000,-€ für die Durchführung der Kampagne #RotlichtAus in Stuttgart erhalten.

Diese Darstellung ist falsch.

Endlich abgeschlossen: Neumöblierung der Ausstiegswohnung

Seit Oktober 2018 unterhält SISTERS e.V. eine Ausstiegswohnung in Stuttgart. Das Magazin EMMA hat vor zwei Jahren darüber berichtet (https://www.emma.de/artikel/ein-zimmer-fuer-sie-allein-336579). Die Wohnung ermöglicht uns, Frauen, die den Weg aus der Prostitution nehmen wollen, in einen sicheren Hafen zu leiten. Die erste Station in ein neues Leben.

Bei der Erstausstattung der Wohnung hatten wir unsere Mitglieder zu Spenden aufgerufen und uns hat damals eine gigantische Hilfswelle erreicht.

Sabine Constabel beim Fachtag des Landesfrauenrates Baden-Württemberg 20.10.2020

»PROSTITUTION HEUTE: DAS NORDISCHE MODELL UND GESCHLECHTERDEMOKRATIE«

Als Sozialarbeiterin arbeite ich seit über 30 Jahren in der Beratung und Betreuung von Prostituierten. In dieser Zeit trat das Prostitutionsgesetz in Kraft (2001) und 2017 dann das ProstSchG, das nicht mehr als ein halbherziger gesetzgeberischer Versuch war, die fatalsten Auswirkungen von 2001 wieder einzufangen.