Am 02. März 2026 hatte die Ortsgruppe Leipzig die Gelegenheit an der Sitzung des Beirats für Gleichstellung der Stadt Leipzig teilzunehmen und eine sachkundige Bürgerin zu stellen. Im Zentrum der Beratungen stand die Neufassung des Antrags zur Einrichtung einer gynäkologischen Ambulanz für Prostituierte. Dieser wichtige Schritt zielt darauf ab, die medizinische Versorgung vor Ort deutlich zu verbessern und Hürden abzubauen.In Zeiten, in denen der Staat versagt und Deutschland zur „europäischen Drehscheibe des Frauenhandels“ und zum Einreiseland für Sextouristen geworden ist, appellieren wir an Bürgerinnen und Bürger zu handeln. Wir wollen Prostituierten in Not sowie beim Ausstieg helfen. Wir wollen aufklären über die bittere Realität der Prostitution.
Wir sind da für:
- Prostituierte, die Hilfe suchen
- Sisters (und Brothers), die aktiv mitmachen
- JournalistInnen, die Informationen & Kontakte wollen

Trotz der Einschränkungen an diesem Wochenende durch den Streik im öffentlichen Nahverkehr war die Veranstaltung gut besucht. Die Autorin und Journalistin Barbara Schmid las aus ihrem Buch und erläuterte die Zusammenhänge zwischen Prostitution und Gewalt gegen Frauen. Eine von SISTERS unterstützte Aussteigerin aus der Prostitution ergänzte die Lesung in der anschließenden Podiumsdiskussion durch ihre persönlichen Erfahrungen, die die im Buch geschilderten Problemlagen eindrücklich bestätigten. Das Publikum beteiligte sich engagiert; der Austausch war offen und respektvoll.
Manche Geschichten brauchen Raum. Und Menschen, die bereit sind zuzuhören.





