Marie Kaltenbach, Sisters-Mitglied und Leiterin der Ortsgruppe Tübingen, hat den Beginenpreis 2021 der Beginenstiftung Tübingen erhalten. Das Schwäbische Tagblatt schreibt: „Die Prostitution von Frauen ist immer noch ein stigmatisiertes Thema. Gerne wird da gesellschaftlich und auch politisch weggeschaut. Es gibt aber auch Menschen, die sich entgegen der kollektiven Blind- und Taubheit ganz bewusst mit der Prostitution auseinandersetzen, auf die Opfer der Sexbranche zugehen. So wie Marie Kaltenbach.“

Leni Breymaier, 2. Vorsitzende SISTERS e.V. am 25. Juni 2021: „Der Bundestag beschloss heute in den frühen Morgenstunden, der Bundesrat auch gleich heute, eine wichtige Ergänzung des Strafgesetzbuchs. Wenn Freier künftig auch leichtfertig die persönliche oder wirtschaftliche Zwangslage der Prostituierten oder deren Hilflosigleit verkennt, kann er zu einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren verurteilt werden.
Im Rahmen der Menschenrechtswoche 2021 in Tübingen führt die Ortsgruppe Tübingen/Reutlingen von SISTERS e.V. am 8. Juni um 19 Uhr die ZOOM-Veranstaltung „Gender, Class, Race – Prostitution als Ausdruck sozialer Ungleichheit“ durch: Prostitution ist in Deutschland legal, aber damit noch lange nicht gerecht. Der Weg von Frauen in die Prostitution wird meist bedingt durch Armut, strukturelle Diskriminierung oder durch andere Notsituationen.
Achtung: Es gibt zu diesem Artikel von Februar 2021 eine aktualisierte Studienübersicht!
Richtigstellung:
Seit Oktober 2018 unterhält SISTERS e.V. eine Ausstiegswohnung in Stuttgart. Das Magazin EMMA hat vor zwei Jahren darüber berichtet (

Im SWR2-Forum bei Doris Maull diskutiert die erste Vorsitzende von SISTERS e.V., Sabine Constabel mit Kriminaloberrat a.D. Helmut Sporer und Kulturwissenschaftlerin Dr. Mithu Sanyal über das Sexkaufverbot. Zitat Sabine Constabel: „Die Frauen sagen zu mir, da wird das Innerste der Seele berührt im Geschlechtsverkehr, das ist ein Bereich, wo man sich nicht mehr schützen kann und deshalb, weil der Kern der Prostitution Gewalt ist, deshalb ist es irrelevant, wie die Arbeitsumgebung ist.
Unsere Vorstandsfrau Karen Ehlers hat dem Denkhaus Bremen ein Interview zur Arbeit des Vereins gegeben. Die Plattform „Zukunftslabore von unten“ stellt hier Initiativen, Vereine und Gruppen vor, die sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzen. Wir freuen uns, dass unsere Stimme für ein Sexkaufverbot hier gehört wurde, denn die sexuelle Ausbeutung hat in einer solidarischen Gesellschaft keinen Platz.
