Category: Ortsgruppe Frankfurt


SISTERS Ortsgruppe zieht positive Bilanz zur Ausstellung „gesichtslos“ in Frankfurt

Der Fotograf Hyp Yerlikaya hat gemeinsam mit der Beratungsstelle Amalie (Diakonisches Werk Mannheim) Frauen aus der Prostitution über zwei Jahre mit der Kamera begleitet. Die Ausstellung „gesichtslos“ zeigt in insgesamt 40 Bildern und begleitenden Texten die Geschichte dieser Frauen – ihre Ängste und Sorgen, aber auch ihre Träume und Hoffnungen.

Dieses Frühjahr war die Ausstellung dank einer Kooperation der Katholische Akademie Rabanus Maurus und der Frankfurter Ortsgruppe von SISTERS für fast zwei Monate erstmalig in Frankfurt zu sehen.

Online-Veranstaltung zum Nordischen Modell von der Ortsgruppe Frankfurt/Rhein-Main

Copyright Hyp Yerlikaya, Serie „Amalie“ 2021

Online-Veranstaltung „Das Nordische Modell – Eine Alternative für eine menschenwürdige und gleichstellungsorientierte Prostitutionspolitik?“ am Donnerstag 16. April 2026

Nach mehr als 20 Jahren Liberalisierung der Prostitution in Deutschland wurden wesentliche Ziele der damaligen Gesetzesänderung, wie Prostituierte besser vor Ausbeutung zu schützen und ihre ökonomische Situation zu stärken, weitgehend verfehlt. Die Ausstellung „gesichtslos“ aber auch Studien und Berichte von Aussteigerinnen zeigen, dass Frauen in der Prostitution vielfach Gewalt und Zwang ausgesetzt sind. Während sie größtenteils zu prekären Bedingungen tätig sind, profitieren insbesondere Dritte wie Betreiber und Sexkäufer von der aktuellen Gesetzeslage.

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „gesichtslos – Frauen in der Prostitution“ in Frankfurt veranstaltet die SISTERS Ortsgruppe eine Online-Podiumsgespräch mit Expertinnen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Thematik Prostitution und Gesetzeslage beschäftigen.

Wir wollen mit unseren Gästen diskutieren, wo die Probleme und Herausforderungen der aktuellen Gesetzgebung liegen und ob eine Gesetzesänderung in Richtung Nordisches Modell eine geeignete Alternative für eine menschenwürdigere und gleichstellungsorientiertere Prostitutionspolitik wäre.

Simone Kleinert ist Diplom-Sozialpädagogin und Expertin für Prostitution und Menschen-handel. Sie ist Mitgründerin und Vorsitzende des Bundesverbandes Nordisches Modell.

Dr. Jakob Drobnik ist Rechtswissenschaftler. Er hat kürzlich in einer länderübergreifenden Studie die Auswirkungen des Nordischen Modells auf den Menschenhandel analysiert.

Astrid Fehrenbach ist Sozialarbeiterin und seit fast 30 Jahren in der Frauenarbeit tätig. Sie leitet die Mannheimer Beratungsstelle Amalie für Frauen in der Prostitution.

Barbara Schmid ist Journalistin und Autorin. Sie befasst sich seit vielen Jahren mit dem Thema Prostitution und hat dazu mehrere Artikel und Bücher veröffentlicht.

Termin: Donnerstag 16.04.2026 19 Uhr in Zoom (Link wird nach Anmeldung per Mail versendet)

 

Anmeldung: ortsgruppe-frankfurt-rheinmain@sisters-ev.de

 

Ausstellung „gesichtslos – Frauen in der Prostitution“ mit Begleitprogramm in Frankfurt

Die Frankfurter Ortsgruppe von SISTERS organisiert gemeinsam mit dem Haus am Dom Frankfurt (Katholische Akademie Rabanus Maurus) seit mehreren Jahren Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Letztes Jahr waren Simon Häggström, im Vorjahr Huschke Mau zu Gast in Frankfurt.
Die erfolgreiche Kooperation geht im Frühjahr in die dritte Runde:
Vom 20. Februar bis 12. April wird die Ausstellung „gesichtlos – Frauen in der Prostitution“ im Haus am Dom gezeigt und damit erstmalig in Frankfurt zu sehen sein.

Am Ende der Treppe: Ungehaltene Rede von SISTERS Mitglied im Fischer Verlag veröffentlicht

„Ich laufe durch das Rotlichtviertel der Stadt, sehe Leuchtreklamen und Schilder mit roten Herzen und nackten Frauen auf Stöckelschuhen. „Ladies“, „Girls“, „24 hours open“ prangt mir grell blinkend entgegen. Am Eingang eines der Häuser hängt rechts neben der Tür ein Plakat. Es zeigt einen Mann, der mit Schuhen und heruntergelassenen Hosen die nackten Brüste einer Frau besteigt, die linke Hand im Schritt, in der rechten Hand hält er etwas, das aussieht wie ein Speer. Über dem Plakat steht „Viva la Prostitución“, darunter hängt ein Schild „Zutritt für Frauen verboten“. Deutlicher kann man wohl nicht zum Ausdruck bringen, wer hier das Sagen hat und wer nicht.“

Auf der Seite der Frauen: Der schwedische Kommissar Simon Häggström in Frankfurt

Auf der Seite der Frauen: Der schwedische Kommissar Simon Häggström diskutiert mit deutscher Sozialarbeiterin und Kommissarin das Nordische Modell

Simon Häggström ist Leiter der Einheit für Menschenhandel und Prostitution bei der Stockholmer Polizeibehörde. Er ist aber nicht nur Kriminalkommissar sondern auch Autor. In seinem kürzlich auf Deutsch veröffentlichen Buch „Auf der Seite der Frauen“ berichtet Simon Häggström darüber, wie die Arbeit eines Polizisten unter dem Nordischen Modell aussieht.

Auf der Seite der Frauen“ – Simon Häggström kommt am 15.3. nach Frankfurt

Die Katholische Akademie Rabanus Maurus und die Frankfurter Ortsgruppe von SISTERS haben den schwedischen Autor angesichts der deutschen Veröffentlichung seines Buches „Auf der Seite der Frauen“ ins Haus am Dom eingeladen – zu Lesung und Gespräch zum Internationalen Frauentag.
Kriminalkommissar Simon Häggström ist Leiter der Einheit für Menschenhandel und Prostitution bei der Stockholmer Polizeibehörde. Sein Team und er begegnen täglich denen, über die wir in unserer Gesellschaft wenig wissen und die wir lieber nicht sehen möchten: prostituierte Frauen, Freier und Zuhälter.

Menschenunwürdige Zustände in der Prostitution in Frankfurt beenden

SISTERS Ortsgruppe Frankfurt – Rhein Main fordert in einem Offenen Brief an die Frankfurter Stadtverordneten ein Umdenken in der Prostitutionspolitik

Lange herrschte in der Frankfurter Kommunalpolitik Schweigen zum Thema Prostitution, egal ob bei frauenpolitischen Veranstaltungen oder in Berichten zum Bahnhofsviertel, dem Hot Spot für Drogen und Prostitution in Frankfurt. Die Frauenpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Christina Ringer, hat das mit ihrem Antrag „Menschenunwürdige Zustände in der Prostitution beenden“ vom Dezember 2023 geändert.

SISTERS Ortsgruppe Frankfurt-Rhein Main am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Bei eisigen Temperaturen und Regen nahm die SISTERS Ortsgruppe Frankfurt – Rhein Main an der Kundgebung am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen in Frankfurt teil. Organisiert wurde die Kundgebung vom Frankfurter Bündnis für Frauenrechte, an dem sich auch die SISTERS Ortsgruppe beteiligt. Neben SISTERS haben sich über 40 weitere Organisationen aus Frankfurt dem Bündnis angeschlossen, um sich gemeinsam für Frauenrechte einzusetzen.

Prostitution und Menschenhandel: SISTERS Infostand in Frankfurt

Am 30. Juli findet jährlich der Internationale Tag gegen Menschenhandel statt. An diesem Tag wird auf Menschenhandel als eine extreme Form der Ausbeutung und eine schwere Menschenrechtsverletzung hingewiesen. Die SISTERS Ortsgruppe Frankfurt – Rhein Main hat das zum Anlass genommen, um vor Ort über die Zusammenhänge zwischen Prostitution und Menschenhandel aufzuklären.