26 Organisationen – unter ihnen auch SISTERS – für den Ausstieg aus der Prostitution! e.V. – fordern die Politik in einem offenen Brief dazu auf, die Bordelle nicht wieder zu öffnen, den Frauen Ausstiegshilfen zu ermöglichen und die Freier zu bestrafen. Das politische Magazin EMMA hat darüber berichtet:

16 Bundestagsabgeordnete von Union und SPD – unter ihnen unsere zweite Vorsitzende Leni Breymaier – fordern alle MinisterpräsidentInnen auf, die Bordelle in ihren Ländern geschlossen zu halten. Angesichts der Corona-Krise wäre es aus gesundheitlichen Gründen fahrlässig, die Bordelle wieder zu öffnen. Darüber hinaus machen die ParlamentarierInnen deutlich, dass Sie Prostitution für menschenunwürdig, zerstörerisch und frauenfeindlich halten.

Auf Deutschlandfunk Kultur hat die Journalistin Güner Balci ein Radiofeature zur Situation der Armutsprostituierten in Deutschland veröffentlicht. Neben betroffen Frauen kommen u.a. Gerhard Schönborn von Neustart e.V., Vertreterinnen der Berliner Ortsgruppe von SISTERS e.V. und Mitarbeiterinnen der Mannheimer Beratungsstelle Amalie zu Wort.
Unser zweite Vorsitzende und SPD-Politikerin Leni Breymaier hat in einem Interview mit dem christlichen Medienmagazin PRO ihre Position dargelegt. Sie sagt: „Ich wünsche mir eine gesellschaftliche Haltung, die sagt: Es ist nicht normal, dass man losgeht und sich eine Frau kauft.“
Das Statistische Bundesamt hat am Dienstag in Wiesbaden Zahlen zu gemeldeten Prostituierten ausgegeben.
Die WELT am Sonntag schreibt in ihrer Ausgabe vom 28.07.2019 über den Beitrag als Sachverständige in den Landtagsausschuss für Gleichstellung unserer SISTERS-Aktivistin und Aussteigerin Sandra Norak im Landtag von NRW. Erschreckend zu sehen, welche Gleichgültigkeit hinsichtlich dem Leid in der Prostitution bei den Politikern zu finden ist.
Mit freundlicher Genehmigung der Autorinnen Ane Stø und Asta Håland haben wir die den Artikel „Der Kreuzzug der Pro-Prostitutions-Lobby“ aus dem Englischen übersetzt und bieten ihn hier gemeinsam mit der englischen Version zum Download an. Das Original erschien 2013 in der Sammlung The Nordic Model von Trine Rogg Korsvik und Ane Stø.
