Die Leipziger Ortsgruppe veranstaltet am 28.02.2026 eine Lesung mit Barbara Schmid zu ihrem neuen Buch „Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen“ im historischem Ring-Café im Zentrum von Leipzig.
Die Leipziger Ortsgruppe veranstaltet am 28.02.2026 eine Lesung mit Barbara Schmid zu ihrem neuen Buch „Die (un)verborgene Gewalt gegen Frauen“ im historischem Ring-Café im Zentrum von Leipzig.
Manche Geschichten brauchen Raum. Und Menschen, die bereit sind zuzuhören.
Sabine Constabel hielt im Rahmen des Fachkongresses „Bordell Europas ist kein Qualitätsmerkmal“ in Ludwigsburg am 2. Februar 2026 einen Vortrag. Anbei der Text im Wortlaut:
Guten Morgen,
Vielen Dank für die Vorstellung.
Ich spreche heute aus der Perspektive einer Sozialarbeiterin, die seit über 35 Jahren Frauen im System Prostitution begleitet.
Im Dezember letzten Jahres erreichte die Ortsgruppe Leipzig eine Anfrage der Leipziger Zeitung, ob sie Teil der Reihe „Wenn Leipziger/-innen träumen…“ sein möchten. Diese wurde um den Jahreswechsel veröffentlicht. Dabei ist dieser tolle Text entstanden:
Ich träume von einem Land, in dem die Ausbeutung von Frauen endlich ein Ende hat.
Ich träume davon, dass wir aufhören, Prostitution als normalen Markt zu behandeln, in dem Verantwortung verwässert wird. Davon, dass der Kauf von Frauen nicht länger verharmlost wird und Freier sich nicht mehr damit herausreden können, sie hätten nicht gewusst, ob eine Frau unter Zwang stand. Diese vermeintliche Unwissenheit schützt Täter und lässt Frauen allein.
Die Frankfurter Ortsgruppe von SISTERS organisiert gemeinsam mit dem Haus am Dom Frankfurt (Katholische Akademie Rabanus Maurus) seit mehreren Jahren Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag. Letztes Jahr waren Simon Häggström, im Vorjahr Huschke Mau zu Gast in Frankfurt.
Immer wieder bekommen wir Anfragen von Journalisten, die mit unseren Ehrenamtlichen oder Aussteigerinnen sprechen möchten. Darüber freuen wir uns sehr und versuchen wirklich jede Anfrage wahrzunehmen.
Fachkongress „Bordell Europas ist kein Qualitätsmerkmal“ am 2. Februar 2026, 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr in Präsenz im Kulturzentrum Ludwigsburg.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die beruflich oder ehrenamtlich mit dem Thema Prostitution, Menschenhandel, Gleichstellung, Sozialarbeit, Prävention, Verwaltung, Beratung, Wissenschaft oder Politik zu tun haben und die genauer verstehen wollen, was die aktuelle Realität in der Prostitution bedeutet, für Frauen, für Männer und für unsere Gesellschaft.

In den vergangenen Monaten wurden in mehreren deutschen Städten – darunter Ulm, Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig und Dortmund – Veranstaltungen verhindert, bei denen SISTERS und Aussteigerinnen aus der Prostitution sprechen sollten. Diese Absagen erfolgten nicht nach einem Austausch über Inhalte, sondern durch deutlichen Druck auf die
Veranstaltenden, lange bevor überhaupt ein Gespräch stattfinden konnte.
SISTERS arbeitet seit zehn Jahren monothematisch zum Thema Prostitution. Unsere Perspektive ist klar: Wir geben Frauen eine Stimme, deren Erfahrungen sonst oft im Verborgenen bleiben. Genau diese Sichtbarkeit ist es, die manche Akteure grundsätzlich verhindern möchten.
Im Rahmen unserer 10jährigen Jubiläumsfeier im Anschluss an unsere diesjährige Mitgliederversammlung am 27. September 2025 in Köln, hat unsere Finanzvorständin Karen Ehlers einen kleinen, statistischen Rückblick auf die letzten 10 Jahre gegeben.
Mit Stolz und Freude erkennen wir in diesen Zahlen eine erfolgreiche Vereinsentwicklung.

Foto: Bettina Flitner
Sabine Constabel nutzte den Festakt zum 10-jährigen Jubiläum von SISTERS e.V. um den fleißigen Kräften im Hintergrund, Karen Ehlers und Solveig Senft, zu danken:
Liebe Sisters, liebe Brothers,
es ist mir anlässlich unseres Jubiläums eine ganz besondere Freude, euch einen sehr persönlichen Einblick in unsere Zentrale zu geben. Also möchte über Karen sprechen – denn Karen ist die Eine, ohne die SISTERS so nicht funktionieren würde.