Kategorie: Fundstücke


In der ZEIT: „Liebe Freier, es gibt keine harmlose Prostitution: Euer Geld hilft Verbrechern“

„Während wir von weiblicher Selbstbestimmung reden, werden Tausende Frauen in unser Land verschleppt und zur Prostitution gezwungen. Es wird Zeit, das zu ändern – mit einem Gesetz gegen die Freier.“ Das schreibt Johannes Böhme in der aktuellen ZEIT.

„Kritische Perspektive“: Warum die Linke auf das Konstrukt der „Sexarbeit“ abfährt

Selten war sich die Linke so einig wie bei der Bewertung der Prostitution. Diese sei „Sexarbeit“, eine Dienstleistung wie jede andere auch, und jede staatliche Regulierung abzulehnen. Dass alle Statistiken, Untersuchungen und Berichte dagegen sprechen, hat hier keinen Einfluss.
Warum aber ist die Verteidigung der „Sexarbeit“ für die gegenwärtige Linke so wichtig, dass sie hier alle Reflexion fahren lässt? – Die Antwort liegt im falschen Konstrukt der „Sexarbeit“ selbst: dahinter steht die Verdrängung der Körperlichkeit, der Sexualität und der objektiven Grenzen, die das kapitalistische Patriarchat auch dem eigenen Lebensentwurf setzt. Schaut man sich die Realität der „Sexarbeit“, der Prostitution, genauer an, so liegt die Sache eigentlich eindeutig.

Kritische Perspektive: Die Prostitutions-Lügenlobby

Alice Schwarzer und tausende andere Frauen und Männer haben Recht: der Beschluss von Amnesty International, ab sofort aktiv die „Entkriminalisierung“ der „Sexarbeit“ zu fordern, ist blanker Zynismus angesichts der Realität der Prostitution in Deutschland und anderswo. Er zeugt nicht nur von krasser Ignoranz, sondern von einem offenbar ideologischen Bedürfnis nach der Verklärung der Prostitution. So ist es auch kaum verwunderlich, dass sich inzwischen die Bordellbetreiber- und Zuhälterlobby brüstet, die Resolution auf den Weg gebracht zu haben.